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Adaptive Entwicklung eines Referenzmodells für die Geschäftsprozessunterstützung im technischen Großhandel

Autor :Andreas Pescholl
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Informatik
Datum :29.11.2010
 
Dokumente :
Dataobject from HALCoRe_document_00009499
 
Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die Motivation dieser Arbeit entspringt praktischen Problemstellungen im technischen Großhandel. So sind zur Bewältigung betriebswirtschaftlicher Probleme, durch sich ständig wandelnde Märkte und den verschärften Wettbewerb, Informationssysteme zu entwickeln, die zur Förderung der Wirtschaftlichkeit anhand von Informationsmodellen beschrieben werden. Dabei fällt auf, dass der Wandel im Handel und insbesondere im Großhandel sowie das Potenzial aus den wachsenden Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnologien die vorhandenen Organisationsstrukturen, Prozessabläufe und Handelsfunktion neu zu ordnen und innovativ zu gestalten, kaum voneinander profitieren. Damit wird die Gestaltung von Informationssystemen für die Unternehmen zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. In der Theorie sind für derartige Problemstellungen Referenzmodelle einzusetzen, in denen Handelsinformationssysteme durch Informationsmodelle beschrieben werden, dass sie in einzelnen Unternehmen wiederverwendet werden können. In der Praxis scheinen jedoch das „passende“ Referenzmodell sowie die Kenntnis der damit verbundenen Erfolgsfaktoren für die Unternehmen meist nicht vorzuliegen. Dies ist umso beachtlicher, da mittlerweile im aktuellen Forschungsgebiet der Referenzmodellierung bereits Gestaltungsempfehlungen für Handelsinformationssysteme erarbeitet wurden. Auf der Grundlage theoretischer Erkenntnisse sind Gestaltungsbeiträge gefragt, die Unternehmen unter Berücksichtigung ihrer domänenspezifischen Anforderungen unterstützen. Dazu ist zu analysieren, warum vorgeschlagene Referenzmodelle kaum verwendet werden, und wie Handelsprozesse unter dem Einbezug zukünftiger Aspekte gestaltet werden können, damit die theoretisch gegebenen Potenziale von Referenzmodellen auch praktisch genutzt werden. Zum einen Antworten auf diese Erkenntnis leitenden Fragen zu finden und zum anderen einen nachhaltigen Gestaltungsbeitrag für technische Großhandelsunternehmen zu leisten, bildete die Motivation der vorliegenden Forschungsarbeit. Die geringe Akzeptanz von Referenzmodellen erklärt sich zu einem großen Teil dadurch, dass bislang eine zu enge Sicht auf die Gestaltung ihrer Handelsprozesse eingenommen wird und dabei notwendige unternehmensübergreifende Aspekte unzureichend berücksichtigt werden. Durch die Ausweitung dieser Sicht vor allem auf organisationsbezogene und prozessbezogene Aspekte werden erhebliche Verbesserungspotenziale der technischen Großhandelsprozesse aufgezeigt. Eine solche Gestaltung von Handelsprozessen folgt der Vorstellung, relevante Interessengruppen vom Hersteller bis zum Kunden durch die Integration des Supply Chain Management in die Handelsprozesse kontinuierlich einzubeziehen, sodass die Organisation von Handelsprozessen evolutionär an zukünftige Anforderungen des Handels angepasst werden kann. Zur Erschließung dieser Potenziale wird das SHK-Referenzmodell vorgeschlagen. Es wurde unter Berücksichtigung empirischer Erfahrungswerte, situativer Rahmenbedingungen der Unternehmen am Markt, Literaturrecherchen und methodischer Grundsätze entwickelt. Die Entwicklungsgrundsätze gliedern sich in strategische Leitlinien, die auf der Entwicklung eines domänenspezifischen Referenzmodellansatzes beruhen, Leitlinien für die unternehmensübergreifende Prozessintegration und softwaretechnische Leitlinien. Letztere konzentrieren sich auf die Realisierung einer ökonomisch und technisch sinnvollen Variabilität durch komponentenbasierende Softwarearchitekturen. Darüber hinaus werden sie im Zusammenhang interpretiert und systematisch für die Entwicklung wiederverwendbarer Modelle dargestellt. Die methodische Entwicklung dieser Arbeit stellt so einen wichtigen Beitrag für die Forschung in diesem Bereich dar. Für die Unternehmen liefert das SHK-Referenzmodell eine Lösung, das Handelsunternehmen auf die gegenwärtigen und zukünftigen Anforderungen der Unternehmensorganisation durch Wiederverwendung der in diesem Modell detailliert gestalteten Problemlösungen vorbereitet. Die Fundierung auf akzeptierten Standards wie der Architektur integrierter Informationssysteme (ARIS) und der Unified Modeling Language (UML) tragen zur Erhöhung des praktischen Nutzens bei.
Schlagwörter :Trade, technical wholesale, commercial models, interorganization, modelling, authoritative modelling
Rechte :Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt
Größe :XXI, 309 S.
 
Erstellt am :20.12.2010 - 14:55:57
Letzte Änderung :20.12.2010 - 14:58:13
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00009499
Statische URL :http://edoc.bibliothek.uni-halle.de/servlets/DocumentServlet?id=9499