In der Dissertation wird untersucht, wie erfolgsabhängige Entlohnungsfunktionen im Portfoliomanagement gestaltet sein sollten, damit der Portfoliomanager seine Fähigkeiten und Informationen nicht nur zur aktiven Verwaltung seines eigenen, sondern vor allem des Portfolios des Investors verwendet. Die durch asymmetrische Informationsverteilung, Risiko und opportunistisches Verhalten charakterisierte Auftragnehmer-Auftraggeber-Beziehung zwischen Investor und Portfoliomanager legt dabei die Ermittlung einer optimalen erfolgsabhängigen Entlohnungsfunktion im Rahmen der Prinzipal-Agent-Theorie nahe. Dies kann jedoch nicht dem Umstand Rechnung tragen, dass der Portfoliomanager den anfänglichen Entlohnungswert in seinem eigenen Portfolio mittels einer geeigneten Hedging-Strategie risikolos realisieren kann, wie mit Hilfe der Optionspreistheorie gezeigt wird. Die Optionspreistheorie allein kann aber noch nicht die Frage beantworten, ob und für welche Art von Entlohnungsfunktionen eine solche Hedging-Strategie – verbunden mit einer schlichten Buy-and-Hold-Strategie im Portfolio des Investors – aus Sicht des Portfoliomanagers lohnend ist. Erst in Kombination mit Konzepten aus der Entscheidungstheorie lassen sich Anforderungen an erfolgsabhängige Entlohnungsfunktionen im Portfoliomanagement ableiten, so dass für den Portfoliomanager die aktive Verwaltung des Portfolios des Investors attraktiver ist als die risikolose Realisation des Entlohnungswertes. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund des deutschen und des US-amerikanischen Aufsichtsrechts diskutiert.