Elektromagnetische Effekte an elektrischen Zündmitteln (EED) mit angeschlossener Zündkreiselektronik (ZKE) bei impulsförmiger, breitbandiger Bestrahlung
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von zwei verschiedenen Messverfahren basierend auf einer elektrischen Leistungsmessung und einer photometrischen Emissionsmessung zur Sicherstellung der elektromagnetischen Verträglichkeit von elektrischen Zündmitteln (EED) und elektrischen Zündkreisen (ZKE) bei gestrahlten impulsförmigen Störsignalen, wie sie z.B. von High-Power-Microwave (HPM)-, Damped-Sinusoidal (DS)- oder Ultra-Wide-Band (UWB)-Quellen generiert werden können. Aus dem zeitlichen Verlauf der elektrischen Messgrößen kann auf die vom EED-Brückendraht absorbierte Energie und die damit einhergehende Temperaturerhöhung und damit auf die Einhaltung bzw. Nichteinhaltung der geforderten Sicherheitsabstände geschlossen werden. Für den messtechnischen Vergleich wurde ein EED-Testsystem aufgebaut, in dem alle erforderlichen Sensoren integriert wurden. Die Arbeit diskutiert die gemessenen Störsicherheitsabstände für einige ausgewählte Leitungskonfigurationen aus durchgeführten Bestrahlungsuntersuchungen mit einer breitbandigen DS-Quelle. Eine Validierung der experimentellen Ergebnisse erfolgt durch Einkopplungs-, Impedanz- und Temperaturmodelle. Diese sind überwiegend in Form einer SPICE-Netzwerkstruktur angegeben, mit dem Vorteil, dass sie in einer einheitlichen numerischen Simulationsumgebung übersichtlich zusammengeschaltet werden können.