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Ein stochastisches Risikomodell für komplexe Projekte

Autor :Senol Kapici
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Informatik
Datum :23.09.2005
 
Dokumente :
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Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die Wettbewerbsfähigkeit von Industrieunternehmen wird gegenwärtig auch dadurch bestimmt, die hohe Komplexität von Prozessen mit der Vielzahl von parallelen und seriellen Teilprozessen zu beherrschen. Die aktive Projektplanung und Kontrolle über komplexe Projektabläufe ist über den gesamten Produktentwicklungszeitraum zwingend notwendig, damit Projektrisiken infolge Zielabweichungen erkennbar werden. Die Auswertung der Ansätze bekannter Projektplanungstechniken warf eine Vielzahl von Fragen auf, die nur durch eine neue Konzeption beantwortet werden können. Hier setzt diese Arbeit an. In dieser wird ein neues Modell, das stochastische Risikomodell, zur Abbildung komplexer Projektnetzwerke und eine auf vernetztes Denken basierende Methode zur Analyse des gesamten Projektverlaufes entwickelt. Dabei werden Expertenwissen und Erfahrungen aus Referenzprojekten mit neuen Erkenntnissen durch gezielte Verwendung der Stochastik ergänzt, um eine verbesserte Annäherung an den tatsächlichen Projektverlauf zu erhalten. Eine Besonderheit ist die Definition aller signifikanten Vorgänge im Projekt als elementare Prozesseinheiten. Diese Einheiten beinhalten Logiken, um komplexe Abhängigkeiten funktional und qualitativ zu beschreiben und die Dynamik im Projektverlauf zu modellieren. Hierbei werden mögliche Risiken und Chancen einbezogen, um die Eigendynamik der Prozesse offen zu legen. Darauf aufbauend werden neuartige prozessspezifische Kennzahlen eingeführt, die eine gezielte Projektsteuerung forcieren. Durch diese neuen Größen wie Druck und Ergebnissensitivitäten werden die Rückverfolgung der Verursacherprozesse ermöglicht und die Bestimmung geeigneter Gegenmaßnahmen erkennbar. Das stochastische Risikomodell erlaubt durch Simulationen die Prognose im Hinblick auf Erreichung von Kosten-, Termin- und Ergebniszielen und gestattet die Ergebnisverfolgung wahrscheinlicher Zielerreichungen prozessschrittweise im ganzen Projekt. Basierend auf dem neuen Modell wurde ein Modellierungs- und Simulationstool ProViS entwickelt, dass eine transparente, leicht überschaubare Abbildung der tatsächlichen und der „Was wäre wenn?“ Projektsituation ermöglicht. Dadurch können Maßnahmen im Modell erprobt und ihre Auswirkung durch geeignete Visualisierungstechniken transparent gemacht und beurteilt werden. Dies war bisher mit vergleichbaren Systemen in komplexen Projekten nicht möglich. Das stochastische Risikomodell, umgesetzt im Tool ProViS, unterstützte erfolgreich durch Simulationsexperimente das Entwicklungsprojekt eines Fahrzeugmodells, ist aber universell einsetzbar für die verschiedensten Produktentwicklungsprojekte
Schlagwörter :Große Industrieprojekte, Vorhersagen, Risikoverfolgung, Automobilenwicklung, Projektplanung, unsichere Prozesse
Fahrzeugprojekte, Anlaufmanagement
Rechte :Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Größe :193 S.
 
Erstellt am :15.04.2009 - 11:58:29
Letzte Änderung :22.04.2010 - 08:43:08
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00006741
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