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Simulationsbasierte Frühwarnsysteme zur Unterstützung der operativen Produktionssteuerung und -planung in der Automobilindustrie

Autor :Ingo Hotz
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Informatik
Datum :28.09.2007
 
Dokumente :
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Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die Automobilindustrie ist von einer Globalisierung der Märkte geprägt. Dies bewirkt eine zunehmende Wettbewerbsintensität, Transparenz der Märkte und weltweite Überkapazitäten. Die Automobilkonzerne reagieren auf diese Herausforderungen mit kürzeren Produktlebenszyklen, verstärkter Kundenorientierung, einer Individualisierung von Produktion und Leistung und somit einem größeren Produktportfolio. Eine große Variantenvielfalt und die verstärkte Kundenorientierung bewirken eine steigende Komplexität und Dynamik in der Produktionssteuerung und -planung. Dem dadurch steigenden Kostendruck soll mit möglichst geringen Beständen bei kurzen Durchlaufzeiten und einer höheren Flexibilität der Materialflusssysteme entgegen gewirkt werden. Diese Forderungen setzen eine kurzfristige und schnelle Reaktionsmöglichkeit der Systeme voraus, da sich Störgrößen sehr viel stärker auf die Prozesssicherheit des Materialflusssystems auswirken. Die Vorhersage von Ereignissen, Zuständen oder Entwicklungen ermöglicht einen zeitlichen Vorteil, da frühzeitig geeignete Reaktionen oder Gegenmaßnahmen erfolgen können. Aufgrund der Komplexität realer Materialflusssysteme ist die Simulation besonders zur Prognose künftiger Systemzustände geeignet. Die Einführung Simulationsbasierter Frühwarnsysteme unterstützt die proaktive Steuerung von Materialflusssystemen. Dabei wird ein zeitlicher Vorteil sowohl durch die frühzeitige Erkennung von Ausnahmesituationen als auch durch die Selektion und Bewertung möglicher proaktiver Steuerungsmaßnahmen erreicht. Es wird eine allgemeingültige Architektur Simulationsbasierter Frühwarnsysteme vorgestellt, welche deren Funktionalitäten unabhängig vom realen System, den verwendeten Simulatoren, der Modellierungsphilosophie und der technischen Implementierung umfassend beschreibt. Simulationsmodelle werden mit dem gegenwärtigen Systemzustand des realen Systems initialisiert, wobei die Informationssysteme der realen Systeme einzubinden sind. Dabei stellt die Anwendung der Simulation zur Prognose künftiger Systemzustände im Umfeld der operativen Produktionssteuerung und -planung besondere Anforderungen an die verwendeten Simulatoren und die Entwicklung von Simulationsmodellen. Die Detektion möglicher Ausnahmefälle wie beispielsweise zu hohe Bestände, Terminabweichungen oder Kapazitätsengpässe spielt dabei eine große Rolle. Werden Ausnahmesituationen in einem Materialflusssystem festgestellt,so kann der zeitliche Vorteil dieser Früherkennung durch eine effiziente Lokalisierung geeigneter proaktiver Steuerungsmaßnahmen noch verstärkt werden. In der Praxis bereits erfolgreich eingesetzte Monitoringsysteme verwenden vordefinierte Handlungsalternativen für vordefinierte Ausnahmesituationen. Im Rahmen dieser Arbeit stellt sich die Frage, ob nicht ein umfassender Ansatz existiert, der auch neue, noch undefinierte Alternativen liefern kann, die auf die Art und den Umfang der Ausnahmesituation abgestimmt sind. Simulationsbasierte Frühwarnsysteme müssen mit einer möglichst effizienten, einfachen und offenen Implementierung unabhängig von einer unternehmensspezifischen IT-Infrastruktur realisiert werden.
Schlagwörter :Materialflusssimulation, Simulationsbasierte Frühwarnsysteme, Diskrete Ereignissimulation, Produktionsplanung und -steuerung
Automobilindustrie, Prognose künftiger Systemzustände, Monitoringsysteme
Rechte :Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Größe :175 S.
 
Erstellt am :15.04.2009 - 11:02:33
Letzte Änderung :22.04.2010 - 09:18:10
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00006732
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