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Ein erweitertes Kameramodell : Methoden und Werkzeuge für die dynamische Kamerasteuerung in interaktiven Systemen

Autor :Ralf Helbing
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Informatik
Datum :23.01.2004
 
Dokumente :
Dataobject from HALCoRe_document_00006726
 
Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Kameramodells entstammt einer Analogie zwischen Fotokameras und den virtuellen Kameras in der Computergrafik. Allerdings berücksichtigen traditionelle Kameramodelle meist nur Positions- und Blickrichtungskoordinaten. In den Bilddarstellungsprozeß gehen jedoch zahlreiche weitere Informationen ein, wie Fragen der Zeichenalgorithmen (Darstellungsstile, in loser Analogie zur Film- oder Papierart) oder Schärfentiefe. Sofern diese Einflußfaktoren nicht technisch bedingt sind, sondern frei gewählt werden können, lassen sie sich als Basis für Ausdrucksmittel nutzen, mit deren Hilfe das Bildresultat und seine Aussage gezielt gesteuert werden können. In interaktiven Anwendungen kommen zu den für die Darstellung eines einzelnen Bildes relevanten Eigenschaften noch dynamische Aspekte der Kamera, wie etwa Fragen der direkten oder indirekten Steuerung durch den Nutzer.

Die Arbeit stellt ein an den konkreten Bedürfnissen interaktiver 3D-Systeme orientiertes Erweitertes Kameramodell vor. Dieses umfaßt diejenigen Eigenschaften, die auf frei veränderbaren Parametern der zugrundeliegenden Algorithmen zur Darstellung, Navigation, Animation oder Perspektivwahl, etc. beruhen.

Das Hauptanwendungsgebiet der Arbeit sind die Intelligenten Interaktiven Systeme, die etwa als Lernsoftware, interaktive Dokumentation oder auch Computerspiel dem Nutzer bestimmte Inhalte vermitteln. Die Präsentationsschicht solcher Systeme kann als Intelligente Kamera aufgefaßt werden, die die jeweiligen Eigenschaften ihres Erweiterten Kameramodells situationsabhängig und anwendungsspezifisch variiert, um etwa bestimmte Bildelemente hervorzuheben. Dabei schlägt sie eine Brücke zwischen den kommunikativen Zielen der Anwendung und ihrer Umsetzung mit z.B. zeichnerischen Mitteln.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit sind Kamerafahrten, deren Notwendigkeit sich aus der in interaktiven Systemen nicht immer gegebenen Sichtbarkeit wichtiger Bildelemente ergibt. Hierzu wird ein neuer Algorithmus zur Planung von Kamerafahrten vorgestellt, der wiederum die Ausdrucksmittel der Kamera und damit das Kameramodell erweitert.

Das Modell wird an zwei Fallstudien aus dem Bereich der interaktiven Dokumentation demonstriert. Im Ausblick wird eine mögliche Übertragung dieser Gedanken auf das Gebiet der Computerspiele skizziert, deren starker Personenbezug den Einsatz filmischer Techniken nahelegt.
Schlagwörter :Kameramodell, Intelligente Kamera, Intelligente Interaktive Systeme, Hervorhebungsmittel, Filmische Gestaltungsmittel
Kameraplanung
Rechte :Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Größe :192 S.
 
Erstellt am :15.04.2009 - 10:50:15
Letzte Änderung :22.04.2010 - 08:55:55
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00006726
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