In dieser Arbeit wurde die Spraykühlung heißer Oberflächen mittels Zweistoffdüsen oberhalb der Leidenfrosttemperatur experimentell untersucht. Die Spraykühlung ist ein Intensivkühlverfahren. Bei der Spraykühlung wird Wasser mit Hilfe von Luft zu feinen Tropfen zerstäubt und auf die zu kühlende Oberfläche aufgebracht. Durch die überlagerte Luftströmung wird nicht verdampftes Wasser fortgetragen, so dass die Tropfen nicht zu einem Wasserfilm zusammenwachsen können, wie dies bei der Spritzwasserkühlung der Fall ist. Es wird der Einfluss der Tropfengröße und -geschwindigkeit, der Wasserbeaufschlagungsdichte, der überlagerten Luftströmung und der Oberflächentemperatur auf den erzielten Wärmeübergangskoeffizienten gezeigt. Bei den Messungen wurde die Infrarot-Thermographie und ein 2D-Phasen-Doppler-Anemometer eingesetzt. Der Hauptvorteil dieses Kühlverfahrens liegt darin, dass sich auf der heißen Oberfläche kein Wasserfilm ausbildet, wie dies bei der Spritzwasserkühlung der Fall ist. Somit tritt die Leidenfrostproblematik mit dem undefinierten Zusammenbruch des Dampffilms an Ecken und Kanten und dem einher gehenden örtlich sehr unterschiedlichen Wärmeübergang nicht auf. Der Wärmeübergang kann definiert Eingestellt werden, was zu einer Qualitätsverbesserung durch verminderung von Verzug, Rißbildung und bei Härteprozessen zur Vergleichmäßigung der Härte führt. Wärmeübergangskoeffizienten bis 3000 W/(m2 K) konntenmit der Messapparatur gemessen werden.