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Methodenentwicklung zur Verknüpfung von Sicherheitsuntersuchungen und CAD

Autor :Marcus Marx
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik
Datum :19.06.2003
 
Dokumente :
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Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die Grundlagen für die Sicherheit einer Anlage werden bereits während der Entwurfsphase gelegt. Da in der heutigen Zeit der Entwurf von Chemieanlagen in der Regel mit CAD-Systemen erfolgt, ist eine Verbindung von Sicherheitsaspekten mit CAD erstrebenswert. Es wurden zahlreiche R&I-Fließbilder bestehender verfahrenstechnischer Anlagen zur Identifizierung wiederkehrender Konfigurationen bei der Auslegung verschiedener Teilsysteme (wie z.B. Reaktorkühlung und -heizung, Druckregelungen, Verriegelungen, Notabschaltungen etc.) untersucht. Die Ausführungen der jeweiligen Teilsysteme sind dabei in Abhängigkeit vom Gefahrenpotential der Anlagen bzgl. Redundanz und Diversität unterschiedlich gestaltet. Unter Nutzung dieser Ergebnisse wurde ein Expertensystem entwickelt, in dem die notwendigen Sicherheitssysteme identifiziert werden und eine Auslegung entsprechend dem ermittelten Gefahrenpotential angeboten wird. Das der Anlage innewohnende Gefahrenpotential wird mittels des Fire & Explosion Index (F&EI) nach DOW Chemical abgeschätzt. Hierzu werden bestimmte sicherheitsrelevante Verfahrensbedingungen in vorgegebener Weise durch Zuordnung von Strafpunkten bewertet und durch Addition und Multiplikation zum F&EI zusammengefaßt. Daran anschließend werden über einen an die PAAG-Vorgehensweise angelehnten Dialog mit dem Benutzer mögliche Störfallabläufe für das gewählte Teilsystem bestimmt. Zur Beherrschung dieser Störfallabläufe werden vom Expertensystem betriebliche und sicherheitstechnische Systeme vorgeschlagen. Die im Programm hinterlegten Teilssysteme wurden mittels probabilistischer Untersuchungen quantitativ ausgeglichen gestaltet. Der Redundanz- und Diversitätsgrad der vorgeschlagenen Systeme richtet sich dabei nach dem evaluierten Gefahrenpotential. Die vom Anwender getroffenen Entscheidungen werden anschließend in eine CAD-Zeichnung umgesetzt. Die Zeichnung kann vom Anwender weiter bearbeitet werden. Alle gewählten Entscheidungen werden dokumentiert und sind so jederzeit nachvollziehbar. Abschließend wird an zwei Beispiele gezeigt, daß eine Verbindung von Sicherheitsüberlegungen und CAD möglich ist. So wird eine sichere Auslegung angeboten die kostspielige Nachrüstungsaktionen zu vermeiden hilft. Die modulare Struktur des Verfahrens ermöglicht es, betriebliche Auslegungsvorschriften und Änderungen der geltenden Gesetzgebung leicht zu integrieren.
Schlagwörter :Sicherheit, CAD, PAAG, optimierte Sicherheit
Rechte :Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Größe :X, 182 S.
 
Erstellt am :23.03.2009 - 11:06:44
Letzte Änderung :22.04.2010 - 08:03:41
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00006261
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