In der vorliegenden Dissertation zum Thema: „Reduzierung von Eigenspannungen und Verzug von Stahlbauteilen durch örtliche Beeinflussung der Abkühlung" wurde ein Abkühlprozess von zwei verschiedenen Geometrien (abgesetzte Welle und asymmetrische Scheibe) in je zwei Abmessungen aus dem Stahl 100Cr6 untersucht. Ein komplexes thermomechanisches Modell wurde entwickelt und eingesetzt, um Temperatur-, Phasenumwandlungs- und Eigenspannungs- Dehnungsfeld zu simulieren. Ergebnisse dieser Simulation wurden mit Versuchsergebnissen, die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Werkstofftechnik an der Universität Bremen gemacht wurden, verglichen. Die gute Übereinstimmung von Temperaturverläufen, Phasenbildung, Härte, Eigenspannungen und Verzug wurde als Basis für die Erforschung des Einflusses der thermischen Materialeigenschaften auf den Abkühlprozess genommen. Es wurde gezeigt, dass mit einer erhöhten Abkühlung massenreicher Abschnitte der Welle auf Basis von Simulationsrechnungen die Abschreckung optimiert werden kann. Die Optimierung führte zur Vergleichmäßigung der Oberflächenhärte und Eigenspannungs- und Verzugsminderung.