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Untersuchungen zum Aushalsen von Rohren mit starrem Werkzeug unter besonderer Berücksichtigung der Vorlochgeometrie

Autor :Cornelius Hentrich
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Maschinenbau
Datum :21.06.2002
 
Dokumente :
Dataobject from HALCoRe_document_00005122
 
Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Das Aushalsen von Rohren, mit dem einteilige Rohrverzweigungen hergestellt werden, steht in der industriellen Anwendung gesteigerten Anforderungen hinsichtlich der Bauteilqualität und Funktionalität gegenüber. Defizite bestehen besonders bei der Ebenheit des Aushalsungsrandes und bei der erreichbaren Aushalsungshöhe, bedingt durch das frühzeitige Erreichen der Verfahrensgrenze. Der Dissertation liegen mit der systematischen Verfahrensanalyse und -optimierung für das Kaltaushalsen von Rohren und dem Machbarkeitsnachweis für unrunde Rohraushalsungen zwei Schwerpunkte zugrunde. Es wird eine Fertigungsstrategie aufgezeigt, die den Anwender in die Lage versetzt, eine neue Aushalsung schneller und kostengünstiger im Vorfeld der Produktion zu entwickeln und zum Serieneinsatz zu bringen. Es wurde eine Berechnungsmethode für die Vorlochgeometrie von runden Aushalsungen entwickelt, mit der die mathematische Definition der speziellen elliptischen Vorlochgeometrie möglich ist. Durch die genaue Beschreibung der erforderlichen Vorlochform mit dieser Berechnungsmethode, kann die Ebenheitsabweichung des Aushalsungsrandes um mehr als 100% verbessert werden. Aus den experimentellen Untersuchungen werden grundlegende Ergebnisse hinsichtlich der Formänderungsverteilung, dem Kraft-Weg-Verlauf, der Form- und Maßabweichungen und der Werkzeuggestaltung abgeleitet. Die Halbkugelform des Stempels ermöglicht die besten Umformergebnisse beim Aushalsen von Rohren. Neben einer verbesserten Formhaltigkeit der Aushalsungswand und einem geringeren Kraftbedarf wird vor allem die Formänderungsverteilung durch den Halbkugelstempel begünstigt, so dass größere Aushalsungshöhen, besonders beim Rohraushalsen unrunder Durchzüge erreichbar sind. Durch eine partielle Werkzeugschmierung wird diese Wirkung noch zusätzlich unterstützt. Für das Aushalsen von Rohren wurden im Rahmen der untersuchten Randbedingungen praxisrelevante Berechnungsgrundlagen geschaffen, die eine Vorausbestimmung der Verfahrensparameter Aushalsungshöhe, Vorlochabmessungen und Kraftbedarf ermöglichen. Das Grenzaufweitverhältnis beim Aushalsen von Rohren wird definiert und der Einfluss unterschiedlicher Vorlochbearbeitungsverfahren auf dessen Größe beschrieben. Es werden grundlegende Aussagen zum Spannungs- und Formänderungszustand beim Kaltaushalsen von Rohren gemacht, die teilweise auch auf das Warmaushalsen und das Kragenziehen übertragbar sind.
Schlagwörter :Rohraushalsen, Kragenziehen, Matrize, Rohrumformung, Rohrverzweigung, Stempel, Vorlochgeometrie
Rechte :Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Größe :VII, 127 S.
 
Erstellt am :04.11.2008 - 12:00:00
Letzte Änderung :22.04.2010 - 08:41:40
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00005122
Statische URL :http://edoc.bibliothek.uni-halle.de/servlets/DocumentServlet?id=5122