Objekt-Metadaten
Betriebliches Gesundheitsmanagement im Spannungsfeld Mobbing - Führungskommunikation und Betriebsklima als Determinanten für die Entstehung von Mobbing

Autor :Georg Volk
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Geistes- Sozial- und Erziehungswissenschaften
Datum :11.04.2005
 
Dokumente :
Dataobject from HALCoRe_document_00004201
geovolk.pdf ( 6237  kB)    ZIP generieren   Details >>
 
Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die Motivation zur Verfassung der Dissertation lag darin, dass es in der Forschung in den Punkten "wenig unterstützende Führung mit insbesondere schlechtem Informationsfluss und deren Auswirkungen im Hinblick auf ein defizitäres Betriebsklima unter dem Dach des betrieblichen Gesundheitsmanagements" kaum verwertbare Ergebnisse zu finden waren. In den ersten fünf Kapiteln der Dissertation werden insbesondere die theoretischen Grundlagen zum gestellten Thema erarbeitet und erste Verknüpfungen zwischen den einzelnen behandelten Bereichen Mobbing, Betriebsklima sowie Führung mit dem Gesundheitsmanagement vorgenommen. In Kapitel sechs schließt sich eine empirische Untersuchung entsprechender Hypothesenkomplexe an, um im abschließenden Gliederungspunkt sieben die Ergebnisse aus den Hypothesenkomplexen darzustellen und daraus neue Erkenntnisse unter dem Dach des Gesundheitsmanagements zu generieren sowie zu implementieren. Als wesentliche Ergebnisse dieser Dissertation sind folgende Aspekte hervorzuheben: Der Einfluss der verschiedenen Führungsstile hat Auswirkungen auf den Mobbingverlauf und tangiert damit das Betriebsklima entscheidend. Es hat sich herauskristallisiert, dass das Betriebsklima die Auftretenswahrscheinlichkeit von Mobbing in unterschiedlichem Maße beeinflusst. Je besser das Betriebsklima, desto geringer ist die Auftretenswahrscheinlichkeit von Mobbing. Darüber hinaus erfährt neben dem Führungsstil auch das konkrete Führungsverhalten der Vorgesetzten eine besondere Bedeutung: Ein Vorgesetzter, der seine Mitarbeiter ausreichend informiert, Klarheit den aufgabenbezogenen Informationen beimisst und zudem für einen hohen Informationsfluss sorgt, verringert die Wahrscheinlichkeit eines Auftretens von Mobbingfällen. Ebenso kann Lob und Anerkennung für gute Leistungen der Mitarbeiter sorgen, wenn zusätzlich Unterstützung und Aufsicht bei der Erledigung von Aufgaben vorgenommen wird, was gleichfalls eine Reduzierung der Auftrenswahrscheinlichkeit von Mobbing zur Folge hat. Ferner sind in diesem Kontext auch neue Erkenntnisse im Hinblick auf ein positives Vorgesetztenverhalten ermittelt worden. Intensivieren Vorgesetzte die Teambildung sowie Zusammenarbeit der Mitarbeiter und kümmern sie sich darüber hinaus auch noch um die Belange der Mitarbeiter im Hinblick auf deren persönliche Entwicklung, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass weniger Mobbingfälle auftreten. Mit diesen gewonnenen Erkenntnissen werden dann die Verknüpfungen mit dem betrieblichen Gesundheitsmanagement und vor allem deren konkrete Auskleidungen geleistet: In einem "gesunden" Unternehmen sind die Strukturen und Prozesse so auszurichten, dass sie die Mitarbeitergesundheit fördern. Das gemeinsame Festschreiben von Werten für das tägliche Miteinander wie offene Kommunikation, Wertschätzung, Informationsteilung und soziale Verantwortung ist hier ein erster Schritt. Eingebettet werden sollte dieser Prozess insgesamt in den Aufbau eines Gesundheitsmanagements mit diversen Bausteinen von denen hier Information/Kommunikation, Aufklärung/Beratung, Gesundheitsberichterstattung, psychosoziale Betreuung und Mitarbeiterbeteiligung explizit hervorgehoben werden sollen. Damit gliedert sich die Mobbing-Thematik eindeutig in ein lebendiges und verantwortungsbewußtes betriebliches Gesundheitsmanagement ein. Eine entsprechende Betriebsvereinbarung sollte die Basis für ein deutliches Ansprechen der Mobbing-Thematik im Unternehmen sein. Dieses sollte durch die Existenz von ausgewiesenen Mobbingberatern vor Ort hinreichend unterstützt sowie kommuniziert werden.
Rechte :Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt.
 
Erstellt am :10.07.2008 - 06:17:59
Letzte Änderung :28.03.2011 - 14:22:24
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00004201
Statische URL :http://edoc.bibliothek.uni-halle.de/servlets/DocumentServlet?id=4201