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Weibliche Genitalverstümmelung in Eritrea : regionale Erklärungen, nationale Ansätze und internationale Standards

Autor :Diana Kuring
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Geistes- Sozial- und Erziehungswissenschaften
Datum :19.12.2007
 
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Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Menschenrechtsverletzung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) in Eritrea auseinander. Diese stellt eine mehrfache Menschenrechtsverletzung dar, da sie die Rechte auf Gesundheit, Leben, Schutz vor Gewalt und Diskriminierung verletzt. Das rührt einerseits aus der internationalen Anerkennung von FGM als Menschenrechtsverletzung und andererseits aus den Verpflichtungen der Menschenrechtskonventionen für den Vertragsstaat Eritrea her. Ich versuche mit meiner Arbeit diese Menschenrechtsverletzung in einer multiperspektivischen Betrachtung darzustellen, um dem komplexen Gegenstand der Genitalverstümmelung gerecht zu werden. Dabei ist es notwendig die Akteursebenen - die regionale Ebene in Eritrea, die nationalen Akteure und die internationalen Akteure - zu analysieren, um die Wechselwirkungen zwischen den Normadressaten und der normativen sowie operationalen Ebene der Menschenrechte aufzuzeigen. Als Forschungsmethoden ziehe ich qualitative Erhebungs- und Auswertungsverfahren wie leitfadengestützte ExpertInneninterviews und Dokumentenanalysen heran. Die vorliegende Arbeit ist in sieben Hauptkapitel aufgeteilt. Nach den Ausführungen zur Methodik der Untersuchung (2. Kapitel) verfolgt das dritte Kapitel das Ziel, bestimmte Zeitabschnitte in der Entwicklung Eritreas nachzuzeichnen. Auf dieser Grundlage führe ich die Diskussionen zu den Strategien gegen die Genitalverstümmelung. Das Kapitel konzentriert sich auf die Zeit vom Unabhängigkeitskrieg (3.1) über die Gründung des neuen Staates sowie den Grenzkrieg mit Äthiopien (3.2) bis hin zur aktuellen Situation (3.3). Zu diesen Zeiten fanden entscheidende Impulse für die Entwicklung und Implementierung von Aktivitäten gegen FGM statt. Das vierte Kapitel widmet sich der Beschreibung der Praktik der weiblichen Genitalverstümmelung in Eritrea. Für die Untersuchung der nationalen Interventionsansätze im fünften Kapitel stellen die Betrachtungen der allgemeinen und geschlechtsspezifischen Situation des Beispiellandes sowie die Ausführungen zur Genitalverstümmelung in den Gemeinschaften die Grundlage dar. Dabei nutze ich die empirischen Daten der ExpertInneninterviews sowie der eritreischen Dokumente. Anhand der Quellen diskutiere ich die Problemverständnisse der relevanten Akteure und untersuche die konkreten Interventionsansätze. Im sechsten Kapitel fasse ich die Ergebnisse der empirischen Untersuchung akteursübergreifend zusammen und analysiere sie hinsichtlich der Potentiale und Grenzen der Interventionsarbeit gegen FGM.
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Erstellt am :01.07.2008 - 07:07:38
Letzte Änderung :22.04.2010 - 08:11:29
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00004107
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