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Ein Modell zur Arbeitsplatzwahl als Grundlage für ein Relationship-Marketing-Konzept im Bereich High-Potentials

Autor :Jan Malmendier
Herkunft :OvGU Magdeburg, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft
Datum :21.12.2006
 
Dokumente :
Dataobject from HALCoRe_document_00004018
 
Typ :Dissertation
Format :Text
Kurzfassung :Die vorliegende Arbeit analysiert die Wirkung von Relationship-Marketing-Maßnahmen auf High-Potentials – Nachwuchskräfte mit einem hohen Fähigkeits- und Leistungpotential – werden seit einigen Jahren wieder von den Arbeitsgebern umworben – Angebote für Seminare, lukrative Praktika und Stipendien finden sich auf allen einschlägigen Webseiten. Das Problem der Knappheit an diesen High-Potentials wird in den kommenden Jahren stark an Bedeutung gewinnen, so dass es für die betroffenen Unternehmen daher naheliegt, im Bereich des Personalmarketing besondere Aktivitäten zu entfalten. Dazu sind geeignete Ansätze des Personalmarketing erforderlich. Entsprechend intensiv werden neue Wege im Personalmarketing ausgelotet, um diese attraktiven Absolventen zu gewinnen. Hierbei spielen Konzepte des Relationship-Marketing eine wichtige Rolle, da sie helfen, identifizierte High-Potentials schon während des Studiums an das Unternehmen zu binden. Allerdings ist über die Wirkungsweisen und den erfolgreichen Einsatz in Unternehmen bisher wenig bekannt. In dieser Arbeit wird ein interdisziplinär ausgerichtetes Modell der Arbeitsplatzwahl entwickelt, um die Wirkungszusammenhänge und damit die Übertragbarkeit der Relationship-Marketing-Konzepte auf das Personalmarketing zu überprüfen. Dabei stehen die Konstrukte Vertrauen und Vertrautheit im Mittelpunkt der Beobachtung, da sie das übergeordnete Konstrukt der Beziehungsqualität geeignet abbilden. Das mehrstufige Modell der Arbeitsplatzwahl beinhaltet sowohl die Entscheidung auf Basis des Image des Arbeitgebers als auch die Bildung dieses Image durch Informationsbeschaffung und Interaktionen mit dem Arbeitgeber. Zudem werden verschiedene Segmentierungsansätze erörtert hinsichtlich Ihrer Eignung, sowohl die Bedürfnisse der Kandidaten als auch die ökonomischen Erwägungen der Unternehmen am besten abzubilden. Auf dieser Basis kann eine zielgruppengerechte Maßnahmengestaltung erreicht werden. Die empirische Untersuchung überprüft die Hypothesen mittels einer Internet-Befragung des High-Potential-Stipendiaten-Pools von e-fellows.net mit 2.500 Befragungsteilnehmern. Die Befragungsteilnehmer haben sich konkret zu ihrer Präferenzen in der Arbeitsplatzwahl geäußert sowie bestehende Kontakte und Einschätzungen zu Arbeitsgebern angegeben. Die Hyothesen zur Arbeitsplatz werden mit Hilfe der logistischen Regression untersucht, das Informations- und Interaktionsverhalten mit Strukturgleichungsmodellen. Hierbei wird deutlich, dass die Konstrukte Vertrauen und Vertrautheit einen signifikant positiven Einfluss auf die Entscheidungen im Rahmen der Arbeitsplatzwahl haben und in besonderem Maße durch Formate mit persönlichen Interaktionen beeinflusst werden (Workshops, mehrtägige Veranstaltungen). Bezogen auf die Segmentierung zeigt sich, dass Fachrichtungen sich als Kriterium besonders anbieten. Schließlich werden konkrete Gestaltungsempfehlungen für ein High-Potential-Relationship-Marketing gegeben, die auf den konzeptionell entwickelten und empirisch validierten Ergebnissen basieren.
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Erstellt am :23.06.2008 - 07:38:11
Letzte Änderung :22.04.2010 - 09:10:28
MyCoRe ID :HALCoRe_document_00004018
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